100 Jahre Burg Apotheke Egeling

Burger Heerstraße um 1909

Selbstmedikation „in'n Borg" vor 100 Jahren

Zu der Zeit, als die Burger noch mit Pferd und Wagen in die Stadt fahren mussten, um sich ärztlich versorgen zu lassen – was nicht selten einen ganzen Tag in Anspruch nahm –, übte „in'n Borg" eine „medizinische Berühmtheit" ihr „Gewerbe" aus. Jan Harjes wohnte in einem Strohdachhaus an der Burger Heerstraße – gegenüber der heutigen Burg-Apotheke – und war Besitzer von 100 Bienenstöcken.

„Treck di mal wat aff", soll Jan kurz und bündig meistens seine Patienten angesprochen und sie dann mit einem wie Feuer brennenden, selbst gemixten Einreibemittel eingerieben haben. Mit den trostreichen Worten: ,,Ja, dat is keen Wunnewater ... denn musst hier nich herkamen" entließ er nach jeder Prozedur seine Patienten als geheilt. Dort, wo sich damals das Anwesen von Harjes befand, stand bis vor einiger Zeit noch das Wahrzeichen Burgs: der Pfahl mit dem Storchennest, das einst sein Strohdachhaus zierte.

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